Streuobst Start

Der Main-Taunus-Streuobst e.V. stellt sich vor


Der Main-Taunus Streuobst e. V. wurde im Herbst 1992 gegründet und nahm mit einer hauptamtlichen Geschäftsführerin im Februar 1993 seine Arbeit auf. Gründungsmitglieder waren der Main-Taunus Kreis, die Kommunen im Kreis sowie die örtlichen Naturschutzverbände und der Kreisbauernverband. Sie alle einte das Interesse die für die heimische Kulturlandschaft der Region so wichtigen Streuobstwiesen zu erhalten. Mittlerweile sind auch zahlreiche Einzelpersonen Mitglied geworden, die etwas zum Erhalt der Streuobstwiesen beitragen wollen.

Streuobstwiesen sind ökologisch wertvolle Lebensräume. Aber nicht nur Steinkauz und Grünspecht sind begeistert von ihnen, sondern auch Spaziergänger, Radfahrer und Jogger. Streuobstwiesen gehören zu unserem gewohnten Landschaftsbild. Für die Eigentümer machen sie aber auch sehr viel Arbeit, dafür gibt der Verein Hilfestellung und Beratung.

Wir bemühen uns auf vielfältige Art und Weise darum das Interesse an den Streuobstwiesen wach zu halten. Wir haben einen Apfelsortengarten angelegt, einen Schulobstgarten und einen Obstwiesenlehrpfad, wir gehen mit Schulklassen in das "grüne Klassenzimmer Streuobstwiese", wir beraten rund um Sortenwahl, Pflanzung, Altbaumsanierung, ökologischer Pflanzenschutz, wir vermieten eine Apfellesemaschine. Wir bieten Blütenwanderungen, Obstbaumschnittkurse und Praktikerseminare an.

Obstwiesen übernehmen wichtige klimatische Ausgleichsfunktionen. Sie dienen dem Lärm- und Staubschutz, sind Frischluftlieferanten und gleichzeitig wertvolle Erlebnis- und Erholungsräume für den Menschen.

Obstwiesen sind ein wesentlicher Bestandteil der historisch gewachsenen Kulturlandschaft. Sie spiegeln die wirtschaftlichen und sozialen Bedürfnisse vergangenen Zeiten wieder.

Wenn Sie auch Mitglied werden wollen finden Sie hier das Beitrittsformular:

Streuobstkalender

November ist die beste Pflanzest

Baumscheibe

Pflanzung eines Obstbaumes:
Die beste Pflanzzeit ist ab Mitte November, bevor der Boden gefroren ist. So können die Jungbäume schon Wurzeln bilden und starten stärker in das Frühjahr.

Standort:
Mindestens 2 Meter Abstand halten, falls bereits ein Altbaum an der Stelle stand, egal welche Obstart es vorher war.

Pflanzloch:
Pflanzloch bereits einige Tage vor dem Pflanztermin ausheben, damit bei Regen alles schön durchnässt wird. Das Pflanzloch sollte 1 Meter im Druchmesser haben und 60 – 80 cm Tiefe. Steine entfernen und das Pflanzloch sowie die ausgehobene Erde mit 2 Eimern Kompost vermischen.

Verbissschutz:
Bereits bei der Pflanzung muss ein Verbissschutz angebracht werden, damit sich Hasen und Kaninchen nicht gleich über die Rinde her machen. Geeignet ist hier engmaschiger Hasendraht, der locker um den Baumstamm gelegt und gut zusammengebunden wird. Keine Kontaktstellen zwischen Draht und Baumstamm, das gibt Scheuerstellen.

Baumscheibe:
Mit dem Erdaushub für das Pflanzloch beim Pflanzen gleich eine Baumscheibe mit  Giessring anlegen. So kann man in den nächsten Jahren leicht wässern.

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