Streuobst Aktuell

Mit viel Spaß an der Sache Bäumchen eingepflanzt

Am Montag, 9. November 2009, war es endlich so weit. Bei strömendem Regen pflanzten die Schüler des naturwissenschaftlichen WPU-Kurses (WPU = Wahl-Pflicht-Unterricht) der Fischbacher Eichendorffschule zahlreiche kleine und etwas größere Bäumchen sowie fünf Beerensträucher auf ihrer eigenen Schulobstwiese ein.

Wer clever war, hatte sich Gummistiefel mitgebracht, denn nicht nur von oben kam das Nass. Auch der Boden war aufgrund der Regenfälle der letzten Tage sehr matschig. Regenschirme konnten sich nur die Zuschauer leisten, darunter Pressevertreter Peter Hillebrecht, der Schulleiter der Fischbacher Eichendorffschule Olaf Bogusch und Ingeborg Behrenwaldt, die mit ihrer Gingko-Stiftung das Projekt finanziell unterstützt. Sie ließ es sich sogar nicht nehmen, beim Pflanzen den Kindern zu helfen.

Zunächst rammten Barbara Helling vom Main-Taunus-Streuobst e.V. und ihr Mitarbeiter Andreas Pache Holzpfähle in die vorbereiteten Erdlöcher, damit die jungen Bäumchen an ihnen ausreichend Halt finden. Dann holten die Schüler – unter ihnen ein Mädchen – die bei einer Baumschule gekauften Bäume und Sträucher vom Lieferwagen und stellten sie schon mal an Ort und Stelle.
Barbara Helling demonstrierte an einem Baum, wie er richtig eingepflanzt werden soll und dann machten sich die Jugendlichen selbst ans Werk.

Obwohl alle Beteiligten bald pitschenass waren, ließen sich die Schüler vom Regen nicht irritieren und hatten richtig Spaß an der Pflanzaktion. Auch ein zunächst vergessenes Pflanzloch wurde noch flugs gegraben. Bedächtig wurden die jungen Pflänzchen eingesetzt und dann die zuvor ausgehobene Erde wieder in die Löcher geschippt. Das war manchmal gar nicht so einfach und erforderte schon etwas Kraft, da die Erde an manchen Stellen schon etwas fest getreten war. Genau dieser Vorgang, nämlich Erde fest treten, war dann auch bei den gerade wieder befüllten Pflanzlöchern angesagt. Eine Aufgabe, die den Schülern besonders Freude bereitete.
Zum Abschluss bekamen die Baumstämme noch eine Plastikverkleidung, die gegen kleine Nager schützen soll und schließlich wurden sie mit einem Nylonfaden an den Holzpfosten festgebunden.
Angießen war an diesem Tag nicht notwendig.
Nun müssen Bäume und Sträucher gut anwachsen und dann beginnt die eigentliche Arbeit der Pflege und die Beobachtung des gesamten Naturraumes Obstwiese.







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