Streuobst Schulprojekt Obstwiese

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Schulprojekt Obstwiese

Eigene Schulobstwiese – Es geht los!

Wenn am Montag, 9. November 2009, vom naturwissenschaftlichen Kurs der Fischbacher Eichendorffschule junge Obstbäume und Beerensträucher auf der Wiese genau vor der Schule gepflanzt werden, dann sind fast schon kleine Profis am Werk. Denn die elf Schüler (davon ein Mädchen) der 7. und 8. Klasse, die sich mit großer Begeisterung an die Sache machen, haben schon oft eine Wiese des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins besucht und dort schon viel über Vegetation, Aufzucht und Pflege der Obstbäume gelernt. Diese Wiese liegt aber ein Stückchen von der Schule entfernt und so war die Gruppe immer zehn Minuten unterwegs, bis sie an Ort und Stelle angekommen war. Umso erfreulicher, dass sich nun die Gelegenheit ergab, eine rund 500 Quadratmeter große Wiese direkt hinter der Schule nutzen und einen eigenen Schulobstgarten anlegen zu können.

Möglich gemacht hat dieses Projekt der Main-Taunus Streuobst e.V., der bereits seit vielen Jahren mit der Schule im Rahmen des Projektes „Tatort Obstwiese“ zusammen arbeitet. Der Streuobstverein stellte auch den Kontakt zu einem Sponsor her, der Gingko-Foundation, die freundlicherweise die Kosten, beispielsweise für Bäume und Sträucher, übernimmt. Schließlich konnte noch der Main-Taunus-Kreis gewonnen werden, der das Grundstück zur Verfügung stellt.
Bei dem Projekt „Tatort Obstwiese“ des Naturschutzhauses Weilbacher Kiesgruben und des Main-Taunus-Streuobst e.V. lernen Schülerinnen und Schüler der 5. und 6. Klassenstufe der Eichendorffschule, Standort Fischbach, den Weg des Apfels, von der Blüte bis zum Apfelsaft. Ökologische Gesichtspunkte werden dabei genauso nahe gebracht wie die Vorstellung des gesamten Lebensraumes einer Streuobstwiese.

Bei dem neuen Projekt der Schulobstwiese haben die Schüler nun zusätzlich die Möglichkeit, Grundregeln der Aufzucht und Pflege der Apfelbäume, aber auch anderer Pflanzen ganz praktisch zu erlernen. Sie werden dabei fachlich von Barbara Helling vom Main-Taunus Streuobst e.V., unterstützt, die auch – gemeinsam mit der Leiterin der Biologiefachschaft der Schule, Kerstin Brestel-Nau - das Konzept für die Schulobstwiese entwickelt hat. Leiterin des naturwissenschaftlichen Kurses der Eichendorffschule ist Claudia Marnet.

Boden entsprechend vorbereitet

Unter Anleitung Barbara Hellings wurde zunächst mal der Boden vorbereitet. Ausreichend große Löcher mussten ausgehoben werden, damit das Wurzelwerk der Bäumchen auch genügend Platz bekommt. In einem weiteren Schritt wurde Kompost in die Löcher gefüllt, um den Boden bis zur mit Spannung erwarteten Pflanzung aufzulockern.

Mit ihrer eigenen Streuobstwiese direkt an der Schule wird diese spannende Aufgabe nun viel einfacher, denn die Wege sind jetzt natürlich viel kürzer. „So können wir auch nur mal für eine Unterrichtsstunde auf die Wiese und beobachten, was sich inzwischen getan hat oder auch notwendige Arbeiten vornehmen“, freut sich Biologie-Lehrerin Claudia Marnet.
Aber es sind längst nicht nur Apfelbäume, die nun von der Pflanzung, über die erste Blüte, bis hin zum Äpfelkeltern begleitet werden können. In naher Zukunft können auch Mirabellen, Pflaumen und Kirschen geerntet werden. Auch in Sachen Beerensträucher wird es bald vieles zu entdecken geben. Da warten Johannisbeeren-, Stachelbeerkiwi- und Jostabeerensträucher (eine Kreuzung aus Johannisbeeren und Stachelbeeren) auf liebevolle Pflege, damit sich im Sommer auf eine reiche Ernte gefreut werden kann.

Erstmals Bäume selbst bearbeiten

Bis dahin gibt es von den Schülern aber noch einiges zu lernen. Wie und wann werden die Bäume beschnitten? Wie muss der Boden behandelt werden? Was kann man tun, um Nützlinge wie Bienen und Marienkäfer anzulocken? Was gibt es in den verschiedenen Jahreszeiten zu tun? Diese und viele anderen Fragen warten darauf, ganz praktisch beantwortet zu werden. Denn nun können die Schüler auf der eigenen Bäume auf der Wiese erstmals auch selbst Hand anlegen und zur Tat schreiten.
Mit der Pflanzung an diesem Montag geht es erst los. Es warten spannende Monate auf die jungen Obstbauern!

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